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Etienne
Reinigungs- und Aushilfskraft im Club "Sirène"
Beiträge: 34 | Zuletzt Online: 28.01.2023
Name
Etienne
Registriert am:
28.05.2022
Beschreibung
Name: Etienne „Gabriel“ Arquette

Alter: 22

Körpergröße: 1,77m

Geschlecht: männlich

Art(Reinblüter oder ein Mischling): Mensch

Aussehen:
Seine schwarzen Haaren sind leicht gewellt und ungefähr schulterlang. Obwohl es auf den ersten Blick nicht so wirken mag, investiert er doch erheblich viel Zeit in seine Frisur und generell in sein Äußeres. Er hat dunkelgraue Augen. Seine Kleidung besteht meistens aus bedruckten T-Shirts und (absichtlich) löchrigen Jeans in dunklen Farben und einer schwarzen Lederjacke.

Besondere Merkmale:
Meistens lackiert Etienne sich seine Fingernägel, entweder in schwarz oder dunkelrot. Außerdem trägt er falsche Vampirzähne, sobald er in die Öffentlichkeit geht und manchmal Kajal oder Eyeliner.
Er lässt sich von den meisten Menschen und Vampiren, außer von seiner Familie und früheren Freunden Gabriel nennen.


Charakter:
Meistens versucht Etienne, sich betont cool und lässig zu geben, und so, als würde ihn die Meinung Anderer nicht im Geringsten interessieren. Dies entspricht jedoch nicht gerade der Wahrheit. Eigentlich macht er sich extrem viele Gedanken darüber, was andere von ihm halten, und kann Zurückweisung schlecht verkraften. Wenn Etienne weiß, dass jemand ihn nicht mag, wäre es ihm am liebsten, wenn alle Anderen diese Person nicht leiden könnten. Manchmal sorgt er selbst dafür, zum Beispiel durch die Verbreitung von Gerüchten. Er kann sehr impulsiv sein, und neigt dann zu Gefühlsausbrüchen, für die er sich später schämt.
Etienne ist fast schon ein zwanghafter Lügner. Er gibt sich bei den meisten Leuten, die er kennt oder neu kennenlernt als Vampir aus. Dabei tritt er so überzeugend und selbstsicher auf, dass kaum Jemand seine Worte auf den ersten Blick anzweifelt. Auch was andere Dinge betrifft erzählt er manchmal nicht ganz die Wahrheit, zum Beispiel um sich selbst besser und andere schlechter darzustellen. Wenn er jemanden mag, neigt er dazu, diese Person zu stark zu idealisieren. Sollte jemand durch seine Lügen ernsthaft zu schaden kommen, hat er dennoch ein schlechtes Gewissen. Was Tiere angeht hat er ein sehr mitfühlendes Wesen.


Vorgeschichte:
Etienne ist in Frankreich geboren, und lebte als Kind auf dem Land. Seine Eltern haben sich getrennt, als er elf Jahre alt war. Er hat eine um einiges ältere Schwester und zwei jüngere Halbgeschwister. Nach der Trennung seiner Eltern wuchs er größtenteils bei seinem Vater auf, welcher mit ihm in eine größere Stadt zog. Den darauf zwangsläufig folgenden Schulwechsel hat Etienne nicht besonders gut verkraftet. Er hatte Schwierigkeiten, sich richtig in die neue Klassengemeinschaft zu integrieren und neue Freunde zu finden. In dieser Zeit fing er damit an, sich immer tiefgreifendere Lügengeschichten über sich selbst auszudenken, um sich wichtig zu machen. Etienne kam seine eigene, relativ normale Familie immer peinlicher und langweiliger vor, so dass er langsam begann, auch diese zunehmend zu verleugnen.
Nachdem er die Schule mit relativ guten Noten beendet hatte, konnte er es kaum abwarten, in eine neue Stadt zu ziehen und den Kontakt größtenteils auf ein Minimum zu beschränken. Durch seine eher gut-situierte Familie hatte Etienne nie wirklich Geldprobleme, sondern sogar die Möglichkeit, sich als Jugendlicher eine ziemlich gute Existenzgrundlage anzusparen. Er hat ein Studium für Medien- und Kommunikationswissenschaften angefangen und kurz darauf wieder abgebrochen, da ihm studieren nicht wirklich lag und er mit den Menschen nicht richtig klar kam.
Momentan arbeitet er im Sirene als Reinigungs- und Aushilfskraft, um sich etwas dazu zu verdienen.


Mag:
-Fantasy, egal ob in Bücher, Spiele oder Serien
-Obst
-Handball spielen
-teure Klamotten, die aber trotzdem nicht so aussehen
-Modemagazine
-Meguru

Mag nicht:
-Fleisch (er ist Vegetarier) und Schokolade
-die meisten Horrorfilme, besonders Body Horror (außer manche Vampirfilme)
-Zigaretten
-generell wenn etwas schmutzig ist, ungepflegte Menschen



Stärken:
-Literatur, Etienne ist sehr belesen
-er kann gut nähen und ganz passabel kochen
-sportlich, gute Ausdauer
-bei seiner Arbeit ist er sehr zuverlässig und gewissenhaft

Schwächen:

-seine ständige Neigung zur Selbstdarstellung hat manchmal negative Konsequenzen
-Zurückweisungen kann er schlecht verkraften und er muss immer weiter diskutieren, egal wie aussichtslos es ist
-wenn er richtig nervös wird, kaut er auf seinen Fingernägeln
-er kann nicht besonders gut Schwimmen, weil er es nicht mag, Wasser in die Nase oder die Augen zu bekommen


Meine Fähigkeit: Etienne ist ein Mensch und hat keine besondere Fähigkeiten.
Geschlecht
männlich
    • Etienne hat einen neuen Beitrag "Club + Cocktailbar "Sirène"" geschrieben. Gestern

      „Oh, hast du es etwa vergessen? Vielleicht kannst du ihn ja selbst gleich fragen, er ist ja da vorne.“, meinte ich mit einem Lächeln, und mied es, Kyans Frage selbst zu beantworten. Weil ich es nicht konnte, und das wusste er. Noch eindeutiger hätte es gar nicht sein können, dass er diese Frage stellte um mich zu prüfen. Am meisten störte mich daran, dass Kyan nicht einmal versuchte, das zu verbergen. Er machte sich lustig über mich. Wären Meguru und Kaoru nicht hier gewesen, und hätte Kyan nichts gegen mich in der Hand gehabt, hätte ich den Vampir vielleicht einfach ignoriert und wäre gegangen.
      „Ich weiß nicht, ob dir der Begriff etwas sagt, aber ich habe Freunde.“, zischte ich ihm mit etwas gesenkter Stimme zu, damit die anderen beiden nicht merkten, dass unser Gespräch nicht gerade freundschaftlich war. Ich verbarg den Bildschirm meines Handys mit einer Hand, damit Kyan nicht weiter darauf schauen konnte. Am liebsten hätte ich ihm sonst was erzählt, doch ich biss mir auf die Zunge.
      Als Meguru ankündigte, dass er jetzt gehen wollte, war ich erleichtert, dass sich mir die Möglichkeit bot, dem Gespräch mit dem Vampir wenigstens für einen Moment zu entkommen. Ich holte das Handy meines Idols aus meiner Jackentasche, und ging ein paar Schritte auf ihn zu, um es ihm hinzuhalten.
      „Vergiss dein Handy nicht.“, meinte ich, und dieses Mal wirkte Lächeln weitaus ehrlicher. „Du brauchst dich nicht zu entschuldigen oder dich irgendwie zu bedanken. Hauptsache, es geht dir bald etwas besser.“ Kaoru ignorierte ich eher, weil ich ihm eigentlich nichts zu sagen hatte. Ganz egal, ob er wirklich berühmt sein mochte, oder nicht.

    • Etienne hat einen neuen Beitrag "Club + Cocktailbar "Sirène"" geschrieben. 21.01.2023

      „Ts, wie kommst du darauf, dass ich es nicht wüsste?“, erwiderte ich mit einem angenervten Seitenblick in Richtung Kyan, und vermied damit, eine ordentliche Antwort zu geben ob ich Kaoru nun erkannte oder nicht. Nicht, weil ich ein Problem damit hatte, ihn anzulügen. Bevor ich so etwas einfach behauptete, wollte ich dennoch sicher gehen, dass der Vampir mich nicht irgendwie verarschte und Kaoru wirklich berühmt war, auch bei Menschen.Wenn ich richtig Pech hatte, war das sogar noch irgend so ein Vampir Ding. Natürlich war mir aufgefallen, dass Kaoru einer war. Vielleicht würde ich, sobald ich die Gelegenheit dazu hatte einfach schnell seinen Namen googlen. Während ich in der Nähe von Kyan stand, war das allerdings nicht gerade die cleverste Idee.
      Irgendwie wurde mir die ganze Sache mit Meguru und seinem Freund zunehmend unangenehmer, trotzdem konnte ich meinen Blick für einen Augenblick nicht abwenden. Sie schienen sich wirklich nahe zu stehen. Schließlich sah ich dann doch zur Seite, und kramte in meiner Jackentasche nach meinem Handy, damit ich wenigstens so tun konnte, als ob ich eine Nachricht oder so schreiben würde. Das fühlte sich einfach zu intim an. Als würde ich etwas beobachten, was mich eigentlich gar nichts anging. Irgendwie war es in diesem Moment ganz erleichternd, dass ich kein japanisch verstand. Sonst hätte ich auch noch gegen meinen Willen ihr Gespräch belauschen müssen.
      Am liebsten wäre ich einfach rausgegangen. Doch ich hatte auch noch Megurus Handy, und ich wollte die Szene nicht einfach unterbrechen, um es ihm gerade jetzt zurück zugeben. Das wäre total unsensibel gewesen. Deswegen blieb ich einfach neben Kyan stehen.

    • Etienne hat einen neuen Beitrag "Club + Cocktailbar "Sirène"" geschrieben. 29.11.2022

      Ich hatte immer ein gutes Gespür dafür, ob Leute mich leiden konnte, oder eben nicht. Und der Unterton von Megurus Freund blieb mir nicht verborgen. Zwar versuchte Kaoru, zumindest so zu tun, als würde er sich freuen, meine Bekanntschaft zu machen, doch ich wusste genau, dass es wahrscheinlich nicht so war.
      „Kaoru.“, wiederholte ich nur lächelnd, als er mir seinen kompletten Namen nannte. Obwohl ich ganz genau wusste, dass ich ihn eigentlich mit seinem Nachnamen ansprechen sollte, wenn man unser Verhältnis zueinander betrachtete.
      Als er mich fragte, ob Meguru überhaupt in einem Zustand war, um sich zu freuen, zuckte ich leicht mit den Schultern. „Spätestens Morgen, wenn es ihm etwas besser geht mit Sicherheit.“, antwortete ich. Was war das überhaupt für eine dumme Frage? Wenn er nicht gewollt hatte, dass Kaoru vorbeikam, hätte er schließlich nicht gefragt. Also würde Meguru sich schon freuen, irgendwie. Und ich fand, ich hatte eigentlich schon gut genug klar gemacht, dass er nicht so fertig war, dass er gar nichts mehr von seiner Umwelt wahrnahm.
      Als Kyan uns die Tür öffnete, verwirrte mich sein Gesichtsausdruck ziemlich. Mir war relativ schnell klar, dass er mit Cherry Blossom wohl Kaoru meinte, wegen der ungewöhnlichen Farbe seiner Haare. Doch mir war nicht bewusst gewesen, dass er ihn kannte. In diesem Moment hoffte ich, zumindest nicht besonders gut. Denn das hätte mir gerade noch gefehlt. Ich beschloss, diese seltsame Situation fürs erste einfach zu ignorieren.
      „Wir sind wieder da, es hat alles gut funktioniert.“, sagte ich stattdessen, eher an Meguru gerichtet. Sein Handy würde ich ihm gleich wiedergeben, das durfte ich auf keinen Fall vergessen.

    • Etienne hat einen neuen Beitrag "Club + Cocktailbar "Sirène"" geschrieben. 22.11.2022

      Wahrscheinlich sah ich ein wenig so aus, als hätte Kaoru mich gerade bei etwas ertappt, auch wenn das natürlich nicht stimmte. Ich hatte nicht geglaubt, dass er so schnell hier sein würde.
      „Ja.“, antwortete ich ihm im ersten Moment nur, etwas überrumpelt. Ich musterte ihn kurz, und ließ Megurus Handy wieder in meiner Jackentasche verschwinden. Er war etwas größer als ich. Ich konnte mit ziemlicher Sicherheit sagen, wäre er öfter hier gewesen, hätte ich ihn wahrscheinlich wiedererkannt, obwohl ich nur Reinigungskraft war und nicht Türsteher oder so. Mit seinen langen Haaren und den auffälligen Augen. „Und du bist Kaoru, oder? Meguru geht es gut...naja, den Umständen entsprechend gut, es könnte natürlich besser sein. Aber er ist nicht in Gefahr. Komm mit. Ich bringe dich zu ihm.“
      Ich bedeutete ihm mit einer Handbewegung, dass er mir folgen sollte und ging voraus. Rang mir sogar vorher noch ein kleines Lächeln ab, obwohl ich es nicht so meinte. Am Telefon hatte Kaoru doch sehr unhöflich gewirkt, ich war nur für Meguru einigermaßen freundlich zu ihm.
      „Danke, dass du gekommen bist. Das wird ihn freuen.“ Ich war mir nicht sicher, wie gut Kaoru französisch verstand, er sprach es verständlich aber leicht gebrochen, deswegen versuchte ich, meine Sätze eher kurz zu halten.

    • Etienne hat einen neuen Beitrag "Club + Cocktailbar "Sirène"" geschrieben. 25.10.2022

      Anscheinend hatte auch Kyan nichts einzuwenden. Irgendwie kam ich mir momentan auch ein ganz kleines bisschen fehl am Platz vor. Nicht, weil ich glaubte, dass mich Meguru nicht hier haben wollte, aber es war einfach so, dass mein vampirischer Kollege gerade alles einfach viel besser im Griff hatte. Ich brachte mein Idol sogar fast wieder zum weinen...
      „Ich bring ihn sofort zu dir, wenn er hier ist.“, sagte ich sanft, aber ein wenig hilflos zu Meguru. Selbst wenn ich gewollt hätte, hätte ich schließlich nicht auf japanisch mit ihm reden können. Dafür beherrschte ich es einfach zu schlecht, was mich in dieser Situation besonders ärgerte. Ich lächelte ihm noch einmal kurz zu, und wandte mich dann an Kyan. „Tu das, aber lass mich rufen, falls irgendwas ist, ja?“, fügte ich an ihn gerichtet hinzu, fast so, als würde ich ihm was das anging nicht vertrauen.
      Megurus Handy nahm ich mit, als ich ging. Falls sich Kaoru noch einmal melden würde könnte ich ihm seine Fragen beantworten. Es war sowieso nicht so, als ob Meguru mit ihm ein Gespräch hätte führen können, wenn er anrufen sollte. Geschweige denn eine Nachricht schreiben. Ich platzierte mich so vor dem Club, dass ich Neuankömmlinge gut sehen konnte. Megurus Freund, Kumpel, oder was auch immer hatte schließlich keine Ahnung, wie ich aussah. Zum Glück hatte ich noch nie Probleme gehabt, Leute anzusprechen. Sollte ich jemanden sehen, von dem ich dachte, dass er es sein könnte, würde ich einfach auf mich aufmerksam machen.
      Nach kurzem Zögern nahm ich Megurus Handy wieder aus der Jackentasche. Natürlich nur, damit ich auch merkte, falls Kaoru nochmal anrufen würde, weil er sich verlaufen hatte oder ähnliches, versicherte ich mir selbst. Ich klickte mich durch ein paar Fotos, und rief nach kurzem Zögern schließlich Megurus eigene Handynummer auf, damit ich sie in meinem eigenen Handy einspeichern konnte. Eigentlich war das unnötig, weil ich sie eh nicht benutzen konnte. Auch später nicht, weil Meguru sich dann wundern würde, wie ich da ran gekommen war. Ich machte es trotzdem.

    • Etienne hat einen neuen Beitrag "Club + Cocktailbar "Sirène"" geschrieben. 23.10.2022

      Es dauerte nur wenige Sekunden, bis sich am andere Ende der Leitung jemand meldete. So schnell, dass ich kaum Gelegenheit hatte, mich noch einmal innerlich auf das Gespräch vorzubereiten. Ich meldete mich kurz mit meinem eigenen, falschen Namen und dem Namen des Clubs und einer kurzen Ortsangabe des Clubs. So richtig schien mein telefonisches Gegenüber allerdings nicht zu wissen, warum nicht Meguru ihn angerufen hatte. Schnell schob ich eine möglichst knappe Erklärung der abendlichen Ereignisse hinterher, bevor er noch einfach auflegen konnte, ohne mir überhaupt zuzuhören. Für einen Moment befürchtete ich, dass er Nein sagen würde, und dann müssten Kyan und Ich uns was einfallen lassen. Doch bevor ich mir darüber wirklich Gedanken gemacht hatte, oder überhaupt noch etwas anderes sagen konnte, hatte Kaoru schon zugestimmt, sich auf den Weg zu machen. Und dann direkt, ohne sich mit weiteren Höflichkeitsfloskeln aufzuhalten, aufgelegt. Arschloch, dachte ich, bevor ich mich zurückhalten konnte. Wahrscheinlich war er nur besorgt um Meguru...besonders sympathisch kam Kaoru mir trotzdem nicht vor.

      Nachdem das Gespräch geendet hatte, ging ich wieder zurück zu den anderen Beiden, um ihnen diese frohe Botschaft mitzuteilen. Am liebsten hätte ich den Vampir gefragt, ob sie sich vielleicht mal wieder auf französisch unterhalten konnten, damit ich auch ein Wort verstehen konnte. Zum Glück hatte ich momentan meine Emotionen gut genug im Griff, um das zumindest nach außen hin zu unterdrücken. So eifersüchtig zu sein war echt beschissen. Einfach keine besonders gute Eigenschaft. Früher hatte ich manchmal versucht, daran zu arbeiten, doch es hatte nie sonderlich weit gebracht.
      Ich räusperte mich leicht, um die Aufmerksamkeit wieder auf mich zu lenken. Schließlich war es wichtig. „Kaoru sagt, dass er so bald wie möglich hier sein wird. Keine Ahnung, wie schnell das sein wird, weil ich nicht weiß, wo er gerade ist. Allerdings denke ich, es wird nicht lange dauern.“
      Sonst hätte er bestimmt gesagt, dass er eine ganze Weile für die Fahrt brauchen würde, oder nicht? Ich kannte diesen Typen überhaupt nicht, wer wusste, ob er überhaupt richtig zuverlässig war...sonderlich höflich war mir auf jeden Fall nicht vorgekommen. Möglicherweise lag das am Schock, dass Meguru etwas zugestoßen war, allerdings brauchte ich momentan jemanden, auf den ich wütend sein konnte, und da bot sich Kaoru so an. Ich hielt Megurus Handy immer noch in der Hand, und überlegte kurz, ob ich es ihm jetzt wiedergeben konnte. Er wirkte immer noch etwas neben der Spur und sehr mitgenommen. So behielt ich es erstmal in der Hand. „Soll ich draußen vor dem Club warten, bis Kaoru da ist oder so...? Damit er den Weg rein zu uns findet, meine ich."

    • Etienne hat einen neuen Beitrag "Club + Cocktailbar "Sirène"" geschrieben. 21.10.2022

      Kaoru also...diesen Namen hatte ich in Verbindung mit Meguru noch nie gehört. Okay, ich war vielleicht nicht die Art von Fan, die absolut alles über ihr Idol wussten und sie quasi stalkten, trotzdem störte es mich irgendwie. Wer war das, ein Verwandter, ein Freund? Oder sogar sein Freund? Jetzt war der falsche Zeitpunkt, um danach zu fragen, trotzdem hätte ich es gerne getan.
      Ich nahm das Handy von Meguru entgegen, und suchte in seinen Kontakten nach dem Namen, den er mir genannt hatte. Zum Glück war er ziemlich einfach zu finden. Ich nickte dem Jungen kurz zu, als Zeichen, dass ich wusste, wer gemeint war. Ich verstand zwar ein paar Worte japanisch, die üblichen Begrüßungsformeln, aber nicht genug, um zu verstehen, was Kyan da genau von sich gab. Bis jetzt hatte ich nicht einmal gewusst, dass der Vampir es überhaupt sprach. Weswegen ich im ersten Moment wohl etwas verblüfft wirkte.
      „Kein Problem. Ich geh kurz vor die Tür, aber ich bleibe ganz in der Nähe. Solltet ihr nach mir rufen, hör ich euch mit Sicherheit.“, meinte ich schließlich, weil ich es immer als sehr anstrengend empfand, in einem Raum mit anderen Leuten zu telefonieren. Ich ging allerdings nur auf den Flur, und zog auch die Tür nicht ganz hinter mir zu, sondern ließ sie einen Spalt weit auf. Wahrscheinlich würde Meguru trotzdem nur verstehen können, was ich zu Kaoru sagte, wenn er sich gut konzentrierte. Ich drückte auf die Anruftaste, und wartete, dass Jemand abnahm.

    • Etienne hat einen neuen Beitrag "Club + Cocktailbar "Sirène"" geschrieben. 17.10.2022

      Innerlich war ich irgendwie erleichtert, dass Kyan so viel mehr über das Thema zu wissen schien als ich. Obwohl er sich dieses 'Kleiner' Getue bezüglich Meguru echt schenken konnte, biss ich mir auf die Zunge und ließ ihn ausreden.
      Ketamin...natürlich war mir das Wort bekannt, doch es erweckte in meinem Gedächtnis nur wage Bilder, die wahrscheinlich aus irgendwelchen Serien oder Filmen stammten. Genauer hatte ich mich damit noch nie beschäft. Es spielte in meinem alltäglichen Leben keinerlei Rolle. Kyan allerdings anscheinend schon. Ich sah zu ihm, vielleicht ein wenig skeptisch. Am liebsten hätte ich ihn gefragt, ob er sich da auch ganz, ganz sicher war. Keine Ahnung, warum ich es dann doch nicht tat. Möglicherweise, weil der Vampir so sicher klang. Oder ich Meguru nicht zusätzlich verunsichern wollte. Vielleicht war ich auch einfach zu erleichtert, dass ich gerne glauben wollte, dass es mit ein wenig abwarten einfach getan war.
      „Wenn du mir dein Handy gibst, und sagst, wenn du anrufen möchtest, dann erledige ich das für dich. Oder sag mir die Nummer, und ich ruf von meinem Handy an.“, meinte ich, und hielt Meguru meine ausgestreckte Hand entgegen. Dass er es selbst schaffen würde, jemanden in seinen Kontakten anzurufen, und ihm während eines Gesprächs zu erklären, was passiert war hielt ich für etwas fragwürdig. Schließlich brachte er momentan kaum ein Wort heraus. Ich hoffte nur, dass er überhaupt jemanden kannte, den er oder ich so einfach anrufen konnten. Eben hatte Meguru meine Frage nicht konkret beantwortet. Nicht, dass ich mich sonst nicht auch um ihn gekümmert hätte, vielleicht sogar etwas zu gern, doch mir war klar, dass das wohl nicht gerade eine Idealsituation für ihn wäre. Meguru brauchte jetzt am besten Jemanden, den er gut kannte, und dem er vertraute. Das würde ihn vielleicht etwas beruhigen.

    • Etienne hat einen neuen Beitrag "Club + Cocktailbar "Sirène"" geschrieben. 14.10.2022

      Dass Meguru den Kopf schüttelte, und dabei noch so gequält klang beruhigte mich nicht gerade. Ob er damit meinte, dass es ihm gesundheitlich schlecht ging, und die Tablette eine Wirkung zeigte, oder ob es ihm verständlicherweise generell einfach beschissen ging aufgrund der ganzen Situation wusste ich nicht. Irgendwie bezweifelte ich, dass Meguru selbst mir darauf eine ganz genaue Antwort geben konnte. Verständlicherweise. Seine Hände zitterten, doch das konnte ebenso gut eine ganz normale Panikreaktion sein. Eigentlich hatte ich keine Ahnung, wie jemand normalerweise reagierte, der Betäubungsmittel zu sich genommen hatte. Oder wie lange es dauerte, bis in dem Fall irgendeine Wirkung eintrat. Gleichzeitig wollte ich Meguru nicht mit Schreckensszenarien noch mehr verängstigen, als er es eh schon war. Ich schluckte leicht.
      „ Wir kriegen das schon wieder hin.“, sagte ich dann und lächelte aufmunternd. Ich führte Meguru in einen der hinteren Räume für Angestellte, wo sich teilweise auch Stühle befanden, damit er sich setzen konnte. Es war zwar nicht die schönste Atmosphäre, aber immerhin besser als die ganze Zeit in einem überfüllten Raum von Fremden angestarrt zu werden. Ehrlich gesagt glaubte ich sowieso nicht, dass er sich noch viel länger auf den Beinen halten konnte. In diesem Moment wirkte Meguru so unglaublich zerbrechlich.
      „Setz dich erstmal, und atme tief durch.“ Natürlich hatte ich bereits gemerkt, dass Kyan draußen anscheinend fertig war, und uns folgte. Wie könnte ich auch nicht? Ich hatte seine Anwesenheit nur bis jetzt nicht irgendwie gewürdigt. Doch nun drehte ich mich zu meinem Kollegen um. „Denkst du, wir sollten besser einen Krankenwagen rufen?“

    • Etienne hat einen neuen Beitrag "Club + Cocktailbar "Sirène"" geschrieben. 04.10.2022

      Als Meguru sich so an mich drückte, gefiel mir das weit mehr, als es eigentlich sollte. Schließlich war er einfach nur super verstört, es war kein Kompliment oder dergleichen. Trotzdem schlug mein Herz bei der plötzlichen Berührung schneller. Ich schluckte leicht, und versuchte dann, mich stattdessen auf seine Antwort auf meine Frage zu konzentrieren.
      Anscheinend war Meguru einverstanden, obwohl er momentan zu verstört war, um ein klares Wort herauszubringen. „Dann komm mit. Mach dir keine Sorge, ich organisiere schon irgendwas, wenn dich niemand abholen kann.“, sagte ich ruhig. Notfalls brachte ich ihn eben nachhause. Oder vielleicht besser in ein Krankenhaus? Mir wurde bewusst, dass ich nicht mal genau wusste, ob Meguru etwas von was-auch-immer dieser Kerl ihm in den Drink getan hatte zu sich genommen hatte, oder ob ich ihm das Glas noch rechtzeitig aus der Hand hatte schlagen können.
      Damit Meguru nicht befürchten musste, mich aus den Augen zu verlieren, nahm ich vorsichtig und etwas zögerlich meine Hand in seine. Aus den Augenwinkeln nahm ich zwar noch war, dass Kyan den Typen, der ihn unter Drogen hatte setzen wollen aus dem Club heraus bugsierte, doch trotzdem war es wohl es das beste, wenn wir nach hinten gingen. Einfach wegen der starrenden Leute. Manche von ihnen hatte wohl noch nie etwas von Anstand gehört.
      „Wie fühlst du dich? Irgendwie...benommen, oder ist alles in Ordnung?“, fragte ich Meguru, und zog ihn fast ein wenig mit, damit wir gehen konnte, bevor jemand auf die dumme Idee kam ein Handy zu zücken und alles mit zufilmen oder ähnliches. „Nick einfach, wenn du dich nicht irgendwie krank oder abnormal müde fühlst, das reicht.“
      Innerlich hoffte ich, dass Kyan es dem Penner, der Meguru etwas hatte antun wollen draußen richtig zeigte. Ich hätte das garantiert getan, wenn ich an seiner Stelle gewesen wäre.

    • Etienne hat einen neuen Beitrag "Stress in der Uni" geschrieben. 30.09.2022

      Viel Erfolg bei deiner Prüfung!:D

    • Etienne hat einen neuen Beitrag "Club + Cocktailbar "Sirène"" geschrieben. 24.09.2022

      Meine Bedenken, dass Kyan mir nicht glauben würde, waren zum Glück unbegründet. Wahrscheinlich erkannte der Vampir inzwischen, welchen Männern man nicht trauen konnte. Ich konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen, als er den Kopf des Typen gegen die Bar schlug. Allerdings hieß das nicht, dass sich mein Bild von Kyan sonderlich änderte.
      Ich wandte mich wieder ganz Meguru zu, weil der Türsteher die Situation schon ganz gut im Griff hatte, ohne, dass ich mich einmischte. Am liebsten hätte ich meinem Idol gesagt, dass der Vampir nicht so nett war, wie er jetzt gerade ihm gegenüber tat. Eigentlich war er ein ziemliches Arschloch, auch wenn er sich momentan anders gab. Damit konnte er mich sicherlich nicht im geringsten täuschen. Mal ehrlich, Meguru 'Kleiner' zu nennen, das überschritt eindeutig eine Grenze. Allerdings entschloss ich mich dann doch, es lieber sein zu lassen. Zumindest jetzt gerade. Meguru wirkte schon fertig genug, er hätte wohl wenig Vergnügen daran, wenn ich mich in diesem Moment bei ihm über Kyan auskotzte, zu mal das auch nicht gerade besonders praktisch war, wenn dieser noch daneben stand. Obwohl der Vampir gerade anderweitig beschäftigt war.
      Möglicherweise war ich nicht ganz unschuldig daran, dass Meguru den Tränen nah war. Ich hatte ihm das Glas aus der Hand geschlagen, und außerdem wenig dazu beigetragen, dass die Situation weniger bedrohlich schien, als sie war. Ich biss mir leicht auf die Unterlippe und zwang mich dann zu einem beruhigenden Lächeln. „Entschuldige, ich wollte dir keine Angst machen. Ist nur so, dass ich wütend war...“, sagte ich, und überlegte kurz, ob ich ihn irgendwie beruhigend umarmen oder ihm wie Kyan die Hand auf die Schulter legen sollte, doch dann ließ ich es lieber sein. Wahrscheinlich war das gerade das letzte, was Meguru wollte. Inzwischen sah wohl der ganze Club zu uns herüber. Ich senkte meine Stimme leicht. „Willst du vielleicht nach hinten gehen, hier ist es so laut. Und Jemanden anrufen, der dich abholt? Oder ich kann auch anrufen, wenn du dich momentan nicht dazu in der Lage fühlst...“

    • Etienne hat einen neuen Beitrag "Club + Cocktailbar "Sirène"" geschrieben. 23.09.2022

      Sollte ich Meguru fragen, ob er Kyan für mich holen konnte? Allerdings wirkte der junge Mann im Moment so geschockt, als ob er nicht dazu in der Lage wäre. Außerdem wollte ich ungern die Aufmerksamkeit wieder von sich auf ihn lenken. Das wäre mit Sicherheit eine schlechte Idee.
      Inzwischen sah der fremde Mann nämlich so aus, als hätte er mir am liebsten eine reingehauen, was allerdings auf Gegenseitigkeit beruhte. Wenn er eine Prügelei anfangen wollte, gut. Zumindest sah ich mich momentan nicht in der Lage, verbal die Situation irgendwie zu deeskalieren.
      „Was es mich juckt? Du Wichser, ich lang dir gleich eine...“, zischte ich, und ich hätte es vielleicht sogar getan, weil er mich aufregte, wäre Kyan in diesem Moment nicht dazu gekommen. Irgendjemand musste ihn wohl geholt haben. Oder er hatte von sich aus mitbekommen, dass hier etwas los war. Schließlich machte ich hier gerade eine Riesenszene. Aber zu Recht, wie ich fand.
      „Er hat dem Jungen was ins Getränk getan, keine Ahnung was, und ich bin dazwischen gegangen.“, beschrieb ich dem Türsteher die Situation so kurz wie möglich.
      Für einen Moment fragte ich mich, was passieren würde, wenn Kyan nicht mehr, sondern diesem Kerl glaubte. Schließlich war unsere heutige Begegnung nicht gerade...förderlich was meine Glaubwürdigkeit anging. Ich hoffte einfach, dass Kyan darüber hinweg sehen konnte, dass ich so tat, als wäre ich ein Vampir, und dass er sehen würde, dass das hier keine weiter Lüge von mir war, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Wütend genug wirkte ich wohl. „Du musst mir glauben.“

    • Etienne hat einen neuen Beitrag "Club + Cocktailbar "Sirène"" geschrieben. 26.08.2022

      Meguru wirkte so, als würde er nicht verstehen, worum es ging. Da konnte man ihm keinen Vorwurf machen. Vielleicht machte ihm mein impulsives Verhalten sogar Angst. Später würde ich es ihm ihn Ruhe erklären. Ich hatte keine Ahnung, ob dieser andere Kerl sonst noch irgendwie gefährlich war. Außerdem, und wenn ich ehrlich zu mir war, war das wohl der Hauptgrund, regte es mich tierisch auf, dass dieser Typ alles leugnete. Obwohl es mich natürlich nicht wunderte. Ich wollte trotzdem nicht wie ein Verrückter aussehen, der ohne Grund Leuten Getränke aus der Hand schlug. Es einfach auf sich beruhen zu lassen war einfach nicht drin.
      „Ich soll dich in Ruhe lassen? Ist das dein verfickter Ernst?“, zischte ich mit zornerfülltem Blick, und trat einen Schritt auf den fremden Mann zu. „Ich bin nicht blind, ich hab genau gesehen, dass du ihm was ins Getränk getan hast, also hör auf, es zu leugnen.“ Fast hätte ich ihm mit einer Hand am Kragen gepackt, doch ich hielt mich gerade so zurück. Wenn es eine Prügelei geben sollte, sollte lieber er sie anfangen, und nicht ich. So dringend wollte ich meinen Job auch nicht verlieren. „Ich würde sagen, du verschwindest hier besser ganz schnell, bevor ich die Security rufe.“

    • Etienne hat einen neuen Beitrag "Club + Cocktailbar "Sirène"" geschrieben. 24.08.2022

      „Medien- und Kommunikationswissenschaften. Ist eigentlich ganz interessant. Obwohl mich Literatur immer mehr interessiert hat, besonders japanische.“ Nur der letzte Satz stimmte. Ich fühlte mich nicht schlecht dabei, Meguru zu belügen. Es war nicht so, als würde er jemals erfahren, dass es nicht so war. Notfalls konnte ich das Studium immer noch abgebrochen haben. Easy. „Wenn du möchtest, kann ich dir gerne mal die Stadt zeigen. Ich bin zwar nicht hier geboren, kenne mich inzwischen aber ganz gut aus. Gefällt es dir hier?“
      Vielleicht ein wenig aufdringlich, ich glaubte allerdings nicht, dass es Meguru sonderlich störte. Ich konnte Menschen meist gut lesen, und merkte, wenn sie sich unwohl fühlten oder ihnen meine Anwesenheit nicht ganz so angenehm war wie mir die ihre. Besonders, wenn wir schon etwas länger miteinander redeten, so wie ich gerade mit meinem Idol. Trotzdem achtete ich auch ein wenig auf meine Umgebung, auch wenn es vielleicht nicht so wirkte. Zumindest genug, um gerade so mitzubekommen, dass der Typ, der sich vor ein paar Minuten hinter meinen Gesprächspartner gesetzt hatte, sich an seinem Getränk zu schaffen machte. Gerade, als ich noch überlegte, ob ich mich verguckt hatte oder ob das wirklich möglich sein konnte, dass jemand so dreist sein konnte, nahm Meguru es bereits und trank daraus. Ich war mir unsicher, ob er bereits einen Schluck genommen hatte, oder nicht, ohne lange zu überlegen schlug ich es ihm aus der Hand. Einfach um zu verhindern, dass er noch mehr davon trank. „Alter, was zur Hölle...? Was sollte das denn gerade?“, sagte ich wütend, allerdings eindeutig nicht an Meguru gerichtet, sondern an diesen abartigen Kerl hinter ihm.

    • Etienne hat einen neuen Beitrag "Club + Cocktailbar "Sirène"" geschrieben. 23.08.2022

      Er erwähnte, dass ich eigentlich lieber arbeiten sollte, und ich zuckte mit den Schultern, als wäre das kein Problem. Kyan war beschäftigt, sonst hatte mich hier eigentlich niemand so auf dem Kicker. Sollte es jemanden auffallen, wäre es nur eine Lappalie im Vergleich dazu, wie gut ich sonst arbeitete. Selbst wenn nicht...das hier war nicht der einzige Job, den ich bekommen konnte.
      „Ach, das kann warten. Wirklich. Niemanden kümmert es, wenn ich einmal etwas langsamer bin, und ich wollte eh gleich Pause machen. Ist schließlich ein besonderer Anlass.“, sagte ich und lächelte ihm zu. „Ich mach das nur nebenher, um mein Studium zu finanzieren. Es ist nicht so, als ob das hier mein absoluter Traumjob wäre.“, fügte ich lässig hinzu und lachte. In Wahrheit studierte ich schon seit über einem Jahr nicht mehr, ich hatte schon bevor ich meine erste Hausarbeit geschrieben hatte das Handtuch geworfen. Es klang nur einfach so viel besser, als nur Reinigungskraft zu sein, mochte der Club hier noch so cool sein.
      „Also mach dir keine Gedanken darüber. Bist du zum ersten Mal hier? Ich habe dich nämlich noch nie hier gesehen, kann allerdings an meinen Schichten liegen.“

    • Etienne hat einen neuen Beitrag "Club + Cocktailbar "Sirène"" geschrieben. 23.08.2022

      Ich war mir unsicher, ob Meguru meine Verlegenheit bemerkte, doch beschloss, dass es so oder so nicht wichtig war. Hauptsache, ich hatte die Chance ihn hier persönlich kennenzulernen. Meine Unsicherheit würde ich schon überwinden. Daran, wie strahlend er mein Lächeln erwiderte, merkte ich zumindest, dass es ihn nicht zu stören schien.
      „Oh, du wirst doch bestimmt oft erkannt.“, erwiderte ich, inzwischen etwas lockerer. Und selbst wenn Meguru nicht direkt erkannt wurde, ich war mir sicher, dass er auch sonst viel Aufmerksamkeit erregte. Er war einfach sehr auffällig, und außerdem ziemlich hübsch. Ich konnte mir wenige Menschen vorstellen, die ihm nicht zumindest aufgrund seines Stils auf der Straße nachsahen.
      „ Du machst mich total verlegen, ich bin mir sicher, ich freue mich viel mehr als du. Ich bin ein großer Fan deiner Fotos, und folge dir schon ewig Instagram. Bist du mit Jemanden hier verabredet, oder...?“
      Es war besser zu warten, bevor ich ihn nach Bildern fragte. Irgendwie befürchtete ich nämlich, dass das unser Gespräch etwas sehr schnell zu einem vorzeitigen Ende bringen würde, und das wollte ich nicht. Eigentlich sollte ich immer noch arbeiten, doch das konnte erst einmal warten. Niemand beachtete mich genug, um mich dafür zurecht zu weisen. Selbst wenn, wäre es das wert. Aus den Augenwinkel sah ich einen Mann, der sich hinter Meguru setzte, doch ich schenkte ihm sonst nicht viel mehr Beachtung, als seine Anwesenheit zu registrieren, weil er ihn nicht zu kennen schien. "Denn wenn du hier auf jemanden wartest, will ich euch natürlich nicht stören..."

    • Etienne hat einen neuen Beitrag "Club + Cocktailbar "Sirène"" geschrieben. 22.08.2022

      Ich hatte Meguru wohl eine ganze Weile so angestarrt, zumindest kam es mir so vor, als er seine Hand hob und mir zuwinkte. Sein Lächeln wirkte sanft und überhaupt nicht so, als würde ihn stören, was ich getan hatte.
      Im ersten Moment war ich mir unsicher, ob er mich überhaupt meinte. Für den Bruchteil einer Sekunde sah ich mich um, versuchte festzustellen, ob Meguru vielleicht mit jemand anderem aus der Menge verabredet war und ich einfach nur im Weg stand. Erst, als ich mir fast hundertprozentig sicher war, dass dem nicht so war, hob ich ebenfalls vorsichtig meine Hand um ihm zu winken, und brachte sogar ein Lächeln zustande. Etwas sehr zögerlich, aber nichts auf der Welt ist peinlicher, als den Gruß von jemanden zu erwidern, der einen eigentlich überhaupt nicht gemeint hat. Da würde ich sogar fast die Situation mit Kyan und dem Zahn bevorzugen.
      Ohne noch lange zu zögern, ging ich die wenigen Schritte, die mich noch von Meguru trennten auf ihn zu. Als ich noch etwas breiter lächelte, zeigte ich kurz meine spitzen Zähne. Jedem auf die Nase zu binden, dass man ein Vampir war, wäre unglaublich uncool, aber es anzudeuten war es nicht.
      Ich legte den Lappen neben mir auf dem Tresen ab, damit ich ihn nicht während des gesamten Gesprächs in der Hand halten musste. „Hey, ich will dich echt nicht stören, aber du bist mir aufgefallen.“, fing ich an, und redete dabei ein kleines bisschen zu schnell, vielleicht aus Angst, den Mut wieder zu verlieren wenn ich es nicht tat. Wenigstens wurde ich nicht rot, denn das wurde ich eigentlich kaum. „Ich weiss natürlich, wer du bist. Meguru, richtig? Mein Name ist Gabriel.“

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Etienne
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